Sessions am Sonntag
| Time | A114 | A113 | A111 | A109 | A107 | Woanders |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 10:00 | Distanz oder Präsenz? Egal! Unterricht mit dem LMS Oliver Bierhaus | Ist viel von KI in der Bildung nicht großer Quatsch? Nele Hirsch | Verstecken im Gebäude! Kinder und Erwachsene | Fortsetzung: KI und alternative Prüfungsformate Jana Stoll | ||
| 11:00 | Ozoblock.ly Mia, Carolina, Renaud | Die Brandmauer bröckelt: Bildung mit einem AFD-Bildungsminister Susanne | Welche Möglichkeiten haben wir, um unter den aktuellen Bedingungen personalisiertes Lernen zu ermöglichen? Marion Meyer | Actionbound Minden |
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| 12:00 | Digitale.Wahrheiten – generationsübergreifenden Lernen zu Verschwörungstheorien Gerold Stabel | Schritte zur 1:1-Ausstattung Marc, Lars | Wdh.: Neue Autorität Bianca Renaud | Demokratische Schule Teekay | ||
| 14:00 | Minden Walk Christopher |
Session-Dokumentationen
Table of Contents
Distanz oder Präsenz - egal! Unterricht mit dem LMS
Oliver Bierhaus
Oliver managed das Logineo / Moodle des Herder-Gymnasiums in Minden
Ziel war: Präsenz und online begleitet den Unterricht zu begleiten
Grundidee: LMS begleitet den aktiven Unterricht, die Schüler*innen können dann nach kurzem Input entscheiden, ob sie im Raum bleiben oder wo anders lernen/arbeiten. Die Lehrkraft war für Fragen im Raum anwesend, konnte aber auch digital übers Forum angesprochen werden.
Kurs ist aufgebaut:
- Sektion 0
- F&A Forum
- Glossar
- ist für SuS geöffnet und soll von denen gefüttert werden
- wird automatisch verlinkt im weiteren Kurs
- Einreichung
- kann terminiert werden, sodass z. B. nur Arbeitsblätter (PDF) in der Arbeitszeit eingereicht werden können
- sorgt aber auch für „Stress“, beispielsweise, wenn aus der Gruppe nur eine Person was hochlädt – erfordert also Planung
- externe Tools mit integriert
- u.a. https://oncoo.de
- Zielscheibe als Meinungsbild
- Brainstorming
- LearningApps
- Mathe-Olympiade mit inkludiert, aber nur zeitweise sichtbar für die SuS
- darunter Kachelformat für Themen
- Kachelformat:
- dazu ein Glossar, welches Begriffe erläutert und automatisch im Kurs verlinkt (und diese Begriffe dann erklärt auf Klick)
- es gibt primäre und sekundäre Glossare
- primäre Glossare wirken über mehrere Kurse hinaus
- sekundäre Glossare wirken im Kurs
Externe Tools haben den „Nachteil“, dass nicht klar nachvollziehbar ist, wer wie lange gebraucht hat.
Es gibt aber Aufgabentypen, die das nachvollziehbar tracken, darunter u. a. H5P, aber auch durch Einreichungsaufgaben mit Fristen wird entsprechend ein Zeitdruck erzeugt
H5P wurde verwendet, u. a.
- Interactive Video (Anreicherung von Videos aus verschiedenen Quellen, hier: YouTube, mit Fragen zur Vertiefung)
- Wichtig bei Videos: Man kann einstellen, dass die Videos als Schleife gespielt werden (um zu verhindern, dass ein weiteres Video von YouTube angespielt wird)
- Auch wichtig / sinnvoll: Man kann die Punkte-Einreichung am Ende des Videos „vorverlagern“, indem man beim Erstellen auf den Stern klickt – an der Stelle, an der man die Einreichung haben möchte
- Lückentexte / Drag the Text
- H5P kann auch LaTeX-Formeln einbinden, was gerade bei komplizierteren Mathe-Formeln von Vorteil ist
- Syntax: \( Formel \)
- Das geht auch in den Lückentexten, in Textfelder in H5P, generell auch in Moodle!
- Kurse bleiben auch nach Schuljahr für die Klasse verfügbar zur Wiederholung von Inhalten
- Kurse können auch an Kolleg*innen weitergereicht und gemeinsam bearbeitet werden
- Tipp: Vorlagen-Kurse erstellen, gemeinsam im Kollegium bearbeiten, diese dann für das jeweilige Schuljahr kopieren
Ist sehr viel von KI in der Bildung nicht großer Quatsch?
Nele Hirsch
@nele@fedilab.de
Selbstkritischer Blick auf den Einsatz von KI in der Bildung
Nehmen wir mit KI eine verändernde Lernkultur mit in den Blick? Oder sind wir mehr in einem Tool-Denken?
Die Basics müssen/sollen in Schulungen gelehrt werden, erste Erfahrungen machen lassen
Aber auch den Schritt weiter gehen, was verändert KI im Lernen?
Wo kann KI die Schüler*innen/ Lehrer*innen weiterbringen?
Welchen Effekt hat KI Nutzung beim Lernen?
Wo hilft KI Einsatz den Lehrer*innen?
Mit Scratch und Sprache programmieren- das smarte Klassenzimmer
„Schalte den Ventilator an/aus“
Machen wir uns das Leben leichter mit KI? Weil sie mehr Zeit schafft?
Dadurch kann LuL besser inklusiven und differenzierten Unterricht machen
Aufklären über Chancen und Risiken
Daten nur aktuell bis 2021 – kritisch die Antworten, die man bekommt
Mehr Zeit für Beziehungsarbeit möglich
Wie kann man Schule/ Unterricht sinnvoll verändern und zukunftsfähig machen.
Wie kommt man zu Lernveränderung statt Implementierung von Technik in „alte Lernkultur“ ?
Fortsetzung: KI und alternative Prüfungsformate (Ideensammlung)
Jana Stoll
– Info/Reli -> keine klassichen Klassenarbeiten erforderlich
Info: Klassenarbeitsersatz als Projektarbeit – Adventure Game mit Python:
KI wird bei der Erstellung genutzt (textgenerierende KI nutzbar, um die Geschichte zu schreiben)
Reli: EduBreakout selbst entwickeln zum Thema Jesus als Wundertäter und synoptische Evangelien (Geschichte drum herum wird ebenfalls durch KI unterstützt)
-> KI zur Anregung von Kreativität
Deutsch Grundschule: https://xn--kpfchenkunde-4ib.de/2024/02/25/storytelling-mit-scratch/
Latein: Prozessorientierung, Arbeit mit Scrum, im Vordergrund stehen die 4Ks, Endprodunkt von SuS frei wählbar
Fächerübergreifende Ideen
– Während der Leistungsüberüberprüfung „Quasselphase“ einbauen, dürfen rumlaufen, sich austauschen etc. und anschließend in einer anderen Farbe weiterarbeiten/überarbeiten etc.
– Spickzettel erlauben (dafür müssen sie Wissen strukturieren; entscheiden, was wichtig ist)
– vor der Klassenarbeit den Klausurtext herausgeben (ohne Aufgabenstellung); dürfen Zettel mitnehmen in die Klausur
– „Renaissance der Mündlichkeit“: Ergänzen durch Mündlichkeit
– Schüler:innen erstellen Klassenarbeiten oder Erwartungshorizonte (anstatt sie zu schreiben)
– https://learnattack.de/schuelerlexikon/deutsch/anforderungsbereiche-i-iii (Anforderungsbereich I -> wollen wir da überhaupt noch hin? Weg von AFB I und hin zu vermehrter Abdeckung des AFB III)
Fragestellungen:
Wie können wir „Prüfungsaufwand“ (Zeit beim Pädagogen) optimieren?
Welche Kompetenzen wollen wir überprfüen?
Ist es schädlich, wenn SuS mit KI Werke erstellen und dadurch zeigen, dass sie gute Prompts haben?
-> Prompting Text in den Anhang geben lassen z.B.
Feststellungen:
– Medienkompetenz in der GS schon anzulegen könnte in diesem Kontext wichtiger sein (Grundschüler:innen beispielsweise sonst nie konfrontiert mit Quellenangaben etc.) (ab der 4. Klasse alle im Besitz eines Handys; arbeiten in der Schule mit iPads etc.; müssen dann im Sachunterricht eine Präsentation erstellen; sollten Quellen angeben können und lernen, dass man nicht alles einfach übernehmen kann)
– „Risikokompetenz“: In der Lage sein einzuschätzen, was könnte in bestimmten Situationen schief gehen (bei rot über die Straße gehen; im Internet Informationen übernehmen; etc.)
– Wir müssen von der Korrelation KI und Überprfüfung/Kontrolle wegkommen
– Prozessorientierte Bewertung – auch unabhängig – von KI wichtig
Problem:
– Kollegien ohnehin überlastet; u.U. nicht bereit für Veränderung
-> Wie kann man es schaffen, dass alle dennoch alternative Leistungsformate machen?
– Rechtssicherheit: Vorgaben in NRW erlauben Spielraum (SoMi-schriftlichkeit – „annähernd gleichwertig“)
Erwähnte Links:
Linktipps aus der Session vom Samstag
Die Brandmauer bröckelt - Bildung mit einem AfD-Bildungsminister
Susanne
Hintergrund: Susanne ist aus Sachsen, das Thema ist also sehr konkret.
In Leipzig sieht die Welt noch ganz anders aus; aber der Rest des Bundeslandes ist sehr AfD-nah.
Es gibt viel Hoffnung auf demokratische Mehrheiten, aber ist das wirklich realistisch?
Perspektive: Wie kann man konkret Widerstand leisten?
AfD will 4 Ministerien besetzen
AfD agiert sehr geschickt. Antritt zum Teil als ‚freier Kandidat‘.
Die Frage: Was wird werden? geht alle an.
Schon jetzt werden Förderungen gekappt.
1. Wie sehen Chancen aus? Was ist realistisch? Was lässt sich umsetzen, wenn die AfD gewinnt? Was können wir dagegen tun?
Einschätzung: AfD kann in viele Bereiche reingrätschen, wenn sie in einem Land aktiv ist. Die Verfassung und das Verfassungsgericht ist nicht geschützt.
Stimmungsbarometer als Quelle. Auch weitere Länder wählen.
Wie sieht es in den Schulen aus?
Man kann Lehrkräfte schwer empowern, wenn sie bereits AfD-nah sind.
Oft ist es aber auch eine Hilflosigkeit.
Mythos: Schule soll neutral sein.
Es gibt den Wunsch nach Vernetzung.
Idee: konkrete Materialien, zum Aushängen = Demokratiematerial gestalten.
Uni Dresden als gute Anlaufstelle
Hamburg: Meldeportal für Schulen von der AfD
*Vernetzung in Schule
Lehrkräfte können wahrscheinlich nicht einfach entlassen werden wegen Lehrkräftemangel
Aber wie geht es ihnen dann?
Sie können sich aber ja z.B. versetzen lassen.
Sind unsere Lehrpläne resilient genug?
*Vernetzung als Prinzip – auch jenseits von Schule
Wesentlich: Du bist nicht allein!
Wann geht man in den ‚Untergrund‘? Ziviler Ungehorsam?
Wichtig: Lehrkräfte dürfen sich vernetzen! z.B. GEW als Anlaufstelle. Immer wichtige Empfehlung: Wo vernetzt du dich?
Artikel von Dejan:
Es gibt viele Zwischentöne an einer Schule:
Wie erreicht man noch weitere?
Evtl. Omas gegen rechts auf die Schule übertragen.
Evtl, erste Frage: Wie geht es Dir?
Rechtsanspruch auf Ganztag: Was lässt sich da verankern? Nicht nur eine Koch-AG
Entwicklung von humanistischen Idealen durch AGs
Teilnahme an Bundeswettbewerben. Darüber dann auch Vernetzung möglich.
Evtl. auch ‚im Westen‘ die Diskussion vorbereiten, dass auch ein AfD-Minister mit im Gremium sitzt.
Demokratiefördergesetz – darf der Bund das verabschieden? Das sollte man sehr unterstützen!
Demokratie als Trainingsprojekt, das Spaß machen muss.
Viele Kontakte via Deutschlandticket. Viele Gespräche führen – und eigene Blase verlassen.
Zivilcourage Training und Selbstverteidigung lernen.
Perspektivwechsel machen.
Unterstützer*innen-Netzwerk: Aktion Zivilcourage
*Fokus auf die Kinder und Jugendliche
Als Lehrkräfte auch immer wieder unsere Fürsorgeaufgabe im Blick haben
Betroffene Kinder an Schulen, queere, schwarze, unangepasste Jugendliche: Hier braucht es konkreten Schutz!
*Ressourcen, Vergleiche
Vergleich der Entwicklung in Polen und Ungarn
Digitale.Wahrheiten - generationsübergreifenden Lernen zu Verschwörungstheorien
Gerold Stabel
Sehr gerne möchten ich das Workshopkonzept zu „Digitale.Wahrheiten“ vorstellen. Speziell für pädagogische Fachkräfte, Lehrkräfte und Eltern hat die Berghof Foundation ein Format entwickelt, dass sich in vier Themenbereichen mit Verschwörungstheorien und Desinformation auseinandersetzt:
1. Motive und Bedürfnisse hinter Verschwörungstheorien
2. Wissen und Kompetenzen zur Identifikation
3. Werkzeugkoffer zur Dekonstruktion
4. Generationsübergreifender Austausch zu antidemokratischen Phänomenen im Netz
Die Inhalte sind mit interaktiven, innovativen Materialien aufbereitet. Dabei lernt ihr, Muster von verschwörungstheoretischen Narrativen gezielt zu erkennen. Die Digitale.Wahrheiten-Workshops regen das sozioemotionale Lernen an und zeigen Wege der aktiven Teilhabe an der digitalen Zivilgesellschaft auf. Das Besondere: Die erfahrenen jungen Trainer*innen leiten auch Workshops im verwandten Projekt „#vrschwrng“, das sich an Jugendliche zwischen 16 und 20 Jahren richtet. Es entsteht ein innovatives generationsübergreifendes Austauschformat, das zum Perspektivwechsel anregt.
Weitere Infos finden sich hier:
Einstieg mit der Mathe Leugnerin
Ich glaube nicht an Mathematik
Matheleugnerin (Folge 15) I Kroymann (youtube.com)
Mathematik ist eine Fake-Wissenschaft
Thema auch bei KI:
Deepfakes erkennen
Bei der Berghoff Foundation ist es als präventives Konzept einzuordnen.
Frage: wo ist die Grenze zu Verschwörungstheorie und berechtigter Kritik?
Basis: wissenschaftliche Grundlage
Wir
Fragestellung; ist es uns als Einzelperson überaupt noch möglich Aussagen bis zur Ursprünglichen Quelle zurückzuverfolgen, aufgrund der Vielzahl an Informationen (Wissensoverload)
Genau darum präventive Ansätze stärken
Grundsätzlich muss man für sich überlegen, für was man Ressourcen hat. Wenn möglich sollte man den persönlichen Kontakt aufrecht erhalten.
Wem nützt das Ganze?
Es wird weltweit viel Umsatz gemacht mit Verschwörungstheorien
Wie kann man heute noch Vertrauen herstellen?
Schritte zur 1:1-Ausstattung
Marc, Lars
- Bring your own device vs. get your own device
- Händler: GfdB, drei bis vier verschiedene Angebote (mit Apple-Stift, mit anderem Stift, mit Versicherung, ohne Versicherung etc. )
- JAMF: ortsbasiertes Profil vs. zeitbasiertes Profil, Ferienzeiten und freie Tage einpflegen, wichtig: Zeitprofil ertwingen
- JAMF-Teacher-App
- JAMF-Student-App („App-Store“ mit allen Schul-Apps)
- Didaktische Fragestellungen in Fachschaften geben (Heftführung, digitales Buch etc.)
- Schulbücher über den Bildungslogin (ein Zugang für alle Schulbuchverlage)
MIAU-Konzept:
- Medientechnischer Rahmen
- Informatik, IGB, Medien AG (Was gibt es schon?)
- Austausch und Fortbildung im Kollegium
- Ubiquitäre Fortführung
Knackpunkt: Übergang von 2. zu 3.
Bausteine zur Nutzung:
- funktioneller Mehrwert (Heftersatz/Buchersatz)
- difaktischer Mehrwert
- Medienbildung
Wieviel Einigung und Festlegung, wieviele pädagogische Freiheit?
Tipp: Nutzt das Heft zu Schreiben und das Tablet für die schönen Dinge