Schirmherrschaft für #ecbw17

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Dieses Thema enthält 6 Antworten und 4 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  scheppler vor 2 Jahre, 5 Monate.

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  • #1091

    scheppler
    Teilnehmer

    Liebe EduCamp-Community,
    ich bin am Wochenende auf einen FaceBook-Eintrag von Saskia Esken (SPD) gestoßen, die sich darin als Schirmherrin des EduCamp in Bad Wildbad 2017 (#ecbw17) bezeichnet (https://www.facebook.com/EskenSaskia/posts/1220853157982965 …). Dies hat mich aus drei Gründen irritiert:
    1. Ich hatte davon bisher noch nichts mitbekommen. Damit meine ich, dass ich in der Bewerbungs- und Abstimmungsphase (gegen Hannover) nichts wahrgenommen habe, was auf eine Schirmherrschaft deutete. Das mag an mir liegen, aber nachträglich finde ich dazu auch nichts. (auch zur Erklärung des Zeitpunkts dieses Diskussionsbeitrags)
    2. Ich habe an nahezu allen EduCamps teilgenommen und kann mich nicht an eine Schirmherrschaft erinnern. Damit wäre das #ecbw17 das erste und somit ein Novum in der EduCamp-Tradition/Geschichte.
    3. Die Wahl von Saskia Esken ist mir letztlich nicht klar. Gab es hierzu Alternativen? Wurden diese diskutiert? Wenn ja, wann und wo? Das #ecbw17 wird während des Bundestagswahlkampfs und zudem noch im Wahlkreis der Abgeordneten stattfinden, die sich – so nehme ich an – zu diesem Zeitpunkt um eine Wiederwahl bemühen wird. Dies würde zu einer deutlichen Politisierung des Educamps zu Gunsten einer der demokratischen Parteien und Abgeordneten führen. Darüber hinaus ist Saskia Esken Botschafter eines Microsoftprojekts, das in Schulen aktiv ist (CodeYourLife). Es besteht der nicht unbegründete Anschein, dass Microsoft hier Bundestagsabgeordnete als so bezeichnete „Türöffner“ (https://www.lobbycontrol.de/wp-content/uploads/Lobbyismus_an_Schulen.pdf#pk_campaign=Schulstudie – Link zu PDF-Datei) nutzt, um das eigene Projekt und Image in Schulen aber natürlich auch in Presse und gegenüber der Politik zu positionieren. Des weiteren setzt sich Saskia Esken nicht nur in mehreren Beiträgen auf ihrer Homepage sondern auch bei Veranstaltungen für ein Schulprojekt des Lobbyverbandes Bitkom ein (ErlebeIT). Die Unterrichtsmaterialien zu diesem Projekt kann man kritisch betrachten, bis hin zum Umstand, dass in den Materialien für die SchülerInnen Textpassagen der und Danksagung an die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) zu finden sind. Hier gibt/gab es direkte Zusammenarbeiten zum Material und Projekt zwischen INSM, Bitkom und Sakia Esken.

    Ich möchte darauf hinweisen, dass insbesondere die in Punkt 3 genannten Aspekte von mir gegenüber Saskia Esken bereits seit über einem dreiviertel Jahr vorgebracht werden. Das Versprechen, dazu einen Beitrag/Stellungnahme zu schreiben, wurde bis Dezember 2016 trotz monatlicher Nachfragen nicht erfüllt. Ebenso besteht Absprache dazu, dass ab Dezember ein weiteres Warten meinerseits darauf keinen Sinn mehr macht.

    Ich würde gerne darüber diskutieren, ob wir für das EduCamp Schirmherrschaften brauchen und was dies jeweils uns aber auch dem/der Schirmherrn/frau bringt. Soll dies ein Bestandteil auch folgender EduCamps werden und warum ist es Teil des nächsten? Wir hatten bereits zum Bielefelder EduCamp einen intensiven Austausch zu Sponsoring bzw. Beteiligung Dritter auf offizieller/organisatorischer Ebene am Beispiel BertelsmannStiftung, an die sich evtl. anknüpfen lässt. Zur Klarstellung: Natürlich ist aus meiner Sicht ein EduCamp als BarCamp offen für Jeden, der sich im Rahmen der üblichen Wege (Sessions) einbringen möchte – wenn entsprechende Interessensvertretungen in der Sessionvorstellung transparent gemacht werden, können wir damit umgehen und haben dies bereits mehrfach getan. Herausgehobene Stellungen und Möglichkeiten, das EduCamp für Selbstdarstellung und/oder Werbung zu nutzen, ist aus meiner Sicht aber etwas Weitergehendes. Das EduCamp hat inzwischen eine Tradition und Geschichte, die ich bisher stets als ausgesprochen transparent und neutral/offen wahrgenommen habe, so dass ich das Instrument der Schirmherrschaft zur Diskussion stelle. Natürlich macht es etwas her, wenn sich prominente und/oder gestaltungsverantwortliche Personen für unsere Community, Verein und Veranstaltungen einsetzen. Aber was (ver-)geben wir dafür? Und in diesem besonderen Fall: Wieviel Politisierung wollen wir auf/durch das EduCamp (direkt und indirekt) ermöglichen/hervorrufen? Und wie schaffen wir dabei Transparenz und Ausgewogenheit (z.B. auch für andere daran interessierte Parteien, Vereine, Stiftungen oder Unternehmen) – welche Tür wollen wir wie weit öffnen?

    Ebenso würde ich gerne darüber diskutieren, wer und wie über die Besetzung von Schirmherrschaft entschieden hat und dies zukünftig wird, als auch wie hier Transparenz geübt wird. Ich denke, hier sollte im Verein aber auch der Community ein Austausch/Prozedere stattfinden, der/das die Alternativkandidaten (ohne diese zu beschädigen) aber insbesondere die Argumente zur Benennung transparent darstellt – vor der Beschlussfassung.

    Ich bitte dies als Diskussionsanstoß am konkreten Fall zu verstehen und bin auf einen Austausch gespannt.
    Besten Dank…
    René

    • Dieses Thema wurde geändert vor 2 Jahre, 5 Monate von  scheppler.
    #1093

    Anja Lorenz
    Teilnehmer

    Hallo,

    auf Twitter ging die Diskussion ja schon los, ich möchte die Mittagspause daher gern dazu nutzen, meine 5ct hier genauer auszuformulieren, denn in 140 Zeichen muss man aufgrund der Kürze ja oft stark verkürzen und zuspitzen.

    Wie René hier schreibt geht es um die angekündigte Schirmherrschaft von Saskia Esken als MdB für das BarCamp Bad Wildbad. Dazu gab es auf Twitter ein paar Kommentare, die mich sofort an das BarCamp Ilmenau und die Sponsorendiskussion erinnert haben, weshalb ich twitterte: „keine BarCamp-Community wehrt sich so sehr gegen Sponsoren & Unterstützung wie die der @EduCamps #peinlich“

    Ein paar Sachen vorweg:

    • verkürzt und zugespitzt („peilich“ ist kürzer als „das darf man keinem anderen BarCamp-Organisator erzählen, wie über Unterstützer hier diskutiert wird, als würde man sie nicht haben wollen“), und das gilt mit Sicherheit auch für die anderen Twitterer in der Diskussion
    • ich meine natürlich nicht die gesamte EduCamp-Community, viele, mit Sicherheit sogar die meisten sind immer sehr konstruktiv. Dazu zähle ich durchaus auch den Beitrag von René, vielleicht hätte es in erster Instanz eine Diskussion mit der aktuellen Orga sein können.
    • Vielleicht ist mein „oh nein, bitte nicht wieder diese Diskussions“-Haltung auch geprägt von den Erinnerungen um die Sponsorendiskussion von Bielefeld/Ilmenau, nach der ich auch keinem mehr ohne aber empfehlen könnte, ein EduCamp zu sponsern (nur nicht zu viel Werbung – aber was ist denn Sponsoring sonst?)

    Wir haben in diesem Jahr das 1. BarCamp in Lübeck veranstaltet und wissen daher auch, wie schwer es sein kann, Sponsoren dafür zu gewinnen (Andreas hatte hier darüber gebloggt, das BarCamp Hamburg hatte ähnliches berichtet). Sponsoren/Geldgeber ermöglichen (die für die Teilnehmenden kostenlose) BarCamps, da Räumlichkeiten, Verpflegung und auch gut und gerne noch das ein oder andere Gimmick bezahlt werden will. Anders als in EduCamp habe ich auf einigen anderen BarCamps (Hamburg, Kiel, Lübeck etc.) die Würdigung der Sponsoren sehr viel mehr wahrgenommen: die Räume werden nach ihnen benannt, es gibt einen extra Applaus-Slot in der Session-Planung etc. In Lübeck waren zudem einige Politiker der Stadt und vom Land da, was uns sehr stolz gemacht hat, da wir von diesen wahrgenommen wurden.

    Bei den EduCamps kommt dagegen (gefühlt ständig) die Diskussion auf: Wer darf denn Sponsor sein? Wollen wir den oder den überhaupt? Wie schaut das mit so einer Schirmherrschaft aus etc. So etwas schreckt Sponsoren und ideelle Unterstützer ab. Klar mag dadurch noch kein EduCamp tatsächlich ausgefallen sein, es macht aber die Diskussion mit Unterstützern unnötig schwerer. Gleichermaßen ist uns allen bewusst, dass EduCamps im offenen Format nicht vor „Werbe-Invasoren“ geschützt werden können, aber diese Fälle klärt dann doch auch die Community, vor Ort mit den Füßen und im Internet mit Verriss. Auch das hatten wir im BarCamp Lübeck, wo die Community dann sogar meinte, dann soll das Unternehmen bitte auch Sponsor werden, wenn es nur Werbung machen will. Ich verstehe durchaus auch die Warnung vor falscher Beeinflussung, ich persönlich würde bspw. auch ungern die Bundeswehr als Sponsor sehen, aber das ist meine persönliche Einstellung, andere würden vielleicht ein Gewerkschaftsschulungsgebäude kritisieren.

    Zum konkreten Fall: Saskia Esken hatte sich klar um die Wahl für das EduCamp nach Bad Wildbad engangiert, ich habe sie deutlich als Teil des Orga-Teams wahrgenommen (da mag jeder seiner eigene Filterblase haben). Die Kritik, die anderen Bewerberstädte hätten durch diese Besetzung keine Chance gehabt, halte ich für übertrieben: einerseits hätten sie doch, wenn die „politisch Beeinflussung“ von BarCamps tatsächlich so kritisch gesehen worden wäre, und andererseits gibt es noch weitaus mehr Community-Mitglieder (auch in den Teams der anderen Bewerberstädte), die für einen Standort sprechen würden. Die Schirmherrschaft selbst finde ich gut, so wird die Aufmerksamkeit der Politik und auch in der Region ebenfalls auf das EduCamp gelenk: mehr Berichterstattung, mehr Interessenten, mehr Neulinge etc. Und Saskia Esken ist nun wirklich kein Edu(Camp)-Neuling. Ob und wie man so etwas mit dem EduCamp e.V. absprechen sollte (oder abgesprochen hat?), mag eine weitere Frage sein, nach meinem Geschmack aber auch gern in diesem eher kleinerem Kreis.

    So, das war offenbar doch zu viel für 140 Zeichen und ist auch länger geworden, als ich dachte, aber die Diskussion ist es auf jeden Fall wert. Dafür mag ich ja auch die EduCamp-Community 🙂

    VG Anja

    #1094

    scheppler
    Teilnehmer

    Ich möchte zunächst Anja für Ihre Antwort danken.
    Aber auch von anderer Seite (über Twitter) kamen doch einige Rückmeldungen. Neben den bestätigenden Stimmen, für die ich danke, möchte ich auf folgende Punkte eingehen:

    1. Es wurde angemerkt, dass der von mir gewählte Weg des Forums nicht der richtige sei. Dies beschädige die Organisatoren und schrecke zukünftige ab. Ich halte dies für problematisch, da ich mit meinem Anliegen ja vor allem eines einfordere: Transparenz (dazu auch unter 2). Ich habe in den vergangenen Tagen/Stunden bewusst wenige Stimmen eingeholt, um mich zu vergewissern, ob ich sachlich etwas übersehen habe. Zudem wurde mir direkt zurück gemeldet, dass ich das Thema möglichst unmittelbar in die Community tragen solle – ohne irgendwelche „Gemauschel“ im Hintergrund. Das ist letztlich transparent und aus meiner Sicht richtig. Die offene und faire (worum ich sehr bemüht bin) Diskussion im Forum ist auch die, die ich von vorherigen EduCamps kenne und schätze.
    2. Anja mahnt an, eine Diskussion über Unterstützer und Sponsoren schrecke diese und zukünftige ab. Und sie ergänzt, Sponsoren seien letztlich Werbende. Ich unterscheide – auch aus meiner Erfahrung mit den Landesschulgesetzen – sehr deutlich zwischen Werbung und Sponsoring. Dass wir Werbung auf einem EduCamp nicht wollen ist – davon gehe ich mal aus – Konsens. Und Sponsoring muss sich ganz selbstverständlich einer Prüfung unterziehen – das liegt quasi in der Sache des Sponsorings. Ein Sponsor, der sich von einer Diskussion um sein Engagement abschrecken lässt, ist – verknappt gesprochen – mit recht hoher Wahrscheinlichkeit ein Werbender.
    3. Eigentlich geht es aber aus meiner Sicht nicht um Sponsoring das #ecbw17 betreffend. Sondern um eine Schirmherrschaft. Ich habe bereits im ersten Beitrag meine Gedanken dazu ausgeführt. Erhellend zu meiner Frage der Transparenz (also wer hat wann über die Schirmherrschaft als solche und im zweiten Schritt über die konkrete Personalia entschieden?) finde ich die Tweets des Vereinsvorsitzenden Thomas, die sich mit meiner bisherigen Wahrnehmung decken: „Tatsächlich wurde das im Vorstand damals diskutiert & bereits da als kritisch beschrieben. Die Empfehlung war aus den Erfahrungen mit EduCamp und Sponsoring, das nicht zu machen.“
    Letztlich steht über allem die Fragen:
    1. Wollen wir Schirmherrschaften für die EduCamps? (Brauchen wir sie? Haben wir sie nötig?) – Und die nächsten Fragen schließen jetzt an, da ja offenbar bereits Tatsachen geschaffen wurden:
    2. Wie wird (und in diesem Fall konkret: Wie wurde) man eigentlich SchirmherrIn eines EduCamps? (Wer entscheidet darüber? Wie transparent ist/sollte das Verfahren sein?)
    3. Welche Kriterien gibt es für eine EduCamp-Schirmherrschaft? (Anja will ja z.B. auch richtig keine Nähe zur Bundeswehr in Form eines Sponsorings. Und am vorliegenden Fall: Wollen wir die in meinem ersten Beitrag aufgezeigte Nähe zu einer Partei (SPD) als auch Unternehmens- (Microsoft) und Interessensvertretungsaktivitäten (Bitkom)?)

    Und abschließend:
    Wir sollten stolz und selbstbewusst auf unsere EduCamps schauen. Wir haben in der letzten Vorstandssitzung in Hattingen zu recht das Low-Budget-Camp in Leipzig gefeiert. Ein massives Skalieren ist meiner Wahrnehmung nach derzeit kein aktives Bestreben – die EduCamps sind bisher alle gut besucht. Wir haben auf jedem EduCamp eine beeindruckende Anzahl „Neulinge“, was zeigt, dass wir in der Region, in der wir jeweils gastieren, wahrgenommen werden. Wir sollten – und ich hoffe sehr, dass es nicht dazu kommt – auf einem EduCamp nicht für Sponsoren oder Schirmherren jubeln – sondern für uns selber, unsere jeweils Großartiges leistenden Orgateams und die Teilgebenden. Das ist es, warum ich so gerne an EduCamps teilnehme.

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Jahre, 5 Monate von  scheppler.
    #1096

    Maik Riecken
    Teilnehmer

    Zum Thema Werbung:
    Andre, wenn wir Werbung nicht wollen, müssen wir uns m.E. überlegen, wie denn eine geeignete Gegenleistung für einen Sponsor aussehen sollte. Ich finde es ein wenig schwierig zu sagen, dass er/sie zahlen darf und sonst nichts.
    Dass Geldflüsse dann transparent dargestellt werden, ist ja kein Problem, indem man hinterher einfach die Endabrechnung veröffentlicht. Ein Sponsor ist für mich zunächst ein Partner. Eine Partnerschaft beruht für mich nicht auf Einseitigkeit. Es geht und ging natürlich auch „so“ – aber ich könnte mir vorstellen, dass die Hürden für ein Orgateam dadurch recht hoch werden.
    Alternativ müssten wir dann mal schauen, ob so ein EduCamp auf Dauer kostenlos gehalten werden kann.
    Ich kann Veranstaltungen kostenfrei organisieren, weil ich Zugriff auf öffentliche Gelder habe. Auch dadurch entstehen Abhängigkeiten und es gibt bestimmte, von mir nicht beeinflussbare politische Rahmenbedingungen.

    Art der Diskussion:
    Ich bin derjenige, der eingefordert hat, Dinge zunächst bilateral zu klären. Das Verfahren hat sich hier vor Ort sowohl bei großen als auch kleinen Dingen bewährt. Gemauschel wird es für mich erst dann, wenn ich es hinterher dabei beruhen lasse oder als Veranstalter nicht transparent mache, welche Konsequenzen ich aus welchen Eingaben ziehe. Für mich als Kritiker rückt durch eine Vorabklärung einiges oft in ein ganz anderes Licht.

    Sich als Engagierter in einer Rechtfertigungssituation vorzufinden, empfinde ich nicht als besonders angenehm – das war es schon nicht bei meinem letzten Projekt, das sehr bewusst ohne Sponsoring angelegt war. Da kamen dann Dinge wie: „Wieso wurden für die Referenten diese und und nicht jene Hotels gebucht? Gibt es da Verbindungen zu dir?“

    (Nee, nicht – das Veranstaltungsmanagement hatte Sonderkonditionen und öffentliche Gelder müssen sparsam eingesetzt werden)

    Dadurch ändert sich schlicht der Blickwinkel auf Veranstaltungsteams.

    Zur Kritik an der Person Saskia Esken kann ich mich nicht äußern, da mir da einfach im Gegensatz zu anderen da der Recherchehintergrund fehlt.

    Mich bestärkt diese Diskussion momentan darin, mich nicht wie ursprünglich angedacht um eine Ausrichtung des EduCamps zu bemühen. Ich denke über Sponsoring dann offenbar doch anders. Gerade die Mischung aus öffentlichen und privatwirtschaftlichen Geldern hätte mir Freiräume eröffnet.

    #1098

    scheppler
    Teilnehmer

    Lieber Maik,
    vielen Dank für Deine Antwort hier.
    Ich möchte nur kurz reagieren:
    – Es gibt schon wichtige und deutliche Unterschiede zwischen Werbung, Spenden, Sponsoring, Mäzenatentum und Schirmherrschaft (sowohl rechtlich als auch inhaltlich). Dass Sponsoring allerdings – gerade im Schulkontext kenne und erlebe ich es – von Werbenden als Schlupfloch genutzt wird, ist allerdings richtig. Hier können wir lernen – die Diskussion wird ja auch aktuell Recht prominent zum Parteiensponsoring geführt.
    – Gegen ein sauberes, transparentes Sponsoring – wie wir es bei eigentlich fast jedem EduCamp haben, geht es in der Diskussion von meiner Seite nicht vordergründig. Ich denke, dazu hat das EduCamp auch eine ausführliche Diskussion gehabt (die Referenzen sind oben angedeutet). Dass es Sponsoring geben wird, wurde doch auch für das #ecbw17 in der Bewerbung gut angekündigt.

    Meine Fragen und Diskussionsanstoß drehen sich aber um die Schirmherrschaft – und deren Besetzung. Die offenen Fragen habe ich aufgeschrieben.

    Grüße…
    René

    #1101

    Oliver Hintzen
    Teilnehmer

    Einen wunderschönen guten Morgen zusammen!

    Zum Frühjahrs-EduCamp in Bad Wildbad sind offenbar Irritationen entstanden, die wir klarstellen möchten.

    Die Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen ist eine öffentlich-rechtliche Einrichtung, die in enger Zusammenarbeit mit dem baden-württembergischen Kultusministerium amtliche Lehrerfortbildungen anbietet und Veranstaltungen auch außerhalb dieses Rahmens organisiert. In der Umsetzung des neuen Bildungsplans in Baden-Württemberg, der die Medienbildung sowohl grundständig als auch in einem fächerübergreifenden Ansatz definiert, haben wir uns die Bildung mit und über digitale Medien als Schwerpunktthema der kommenden Jahre gesetzt.

    Unsere örtliche Abgeordnete Saskia Esken verantwortet das Thema digitale Bildung in ihrer Fraktion im Bundestag, nach unserem Eindruck als echte Herzensangelegenheit. Bei ihrem Antrittsbesuch an unserer Akademie ergab sich um dieses Thema ein fachlich sehr fruchtbares Gespräch, in dessen Rahmen Frau Esken uns die Bewerbung um die Ausrichtung des Frühjahrs-Educamps im Jahr 2017 als empfahl. Ihre fachliche Expertise und ihre guten Kontakte in die bundesweit vernetzte Community waren uns bei der Konzeption der Bewerbung sehr hilfreich. Auch unser Besuch des Herbst-Educamps in Hattingen hat uns wesentlich weitergebracht. Für uns ist dies das erste BarCamp, das wir ausrichten, und wir befinden uns noch in einem Lernprozess. Für sachliche Anregungen und konstruktive Kritik sind wir offen und dankbar!

    In der Anfangsphase der Planung hatten wir als Veranstalter Frau Esken als Schirmherrin für die Veranstaltung angefragt. Wir haben uns nach Rücksprache mit dem Kultusministerium und dem Vorstand des EduCamp-Vereins gegen eine Schirmherrschaft entschieden, dies gegenüber Frau Esken aber leider nicht kommuniziert. Die Missverständnisse und Unannehmlichkeiten, die daraus für Saskia Esken entstehen, bedauern wir außerordentlich. Wir hoffen und freuen uns darauf, dass wir auch weiterhin auf den guten Austausch mit Frau Esken und ihre Unterstützung des Frühjahrs-Educamps zählen dürfen.

    #1102

    scheppler
    Teilnehmer

    Lieber Oliver,
    vielen Dank für Deine Antwort und die Darstellung.
    Dem Organisationsteam wünsche ich weiterhin viel Erfolg bei der Vorbereitung des #ecbw17, auf das ich mich bereits sehr freue.
    Viele Grüße ins Ländle…
    René

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